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Drei Routen, drei Charaktere: Wandern in den Mittelgebirgen

Wer das Wandern nicht aus dem Hochgebirge kennt, unterschätzt die deutschen Mittelgebirge fast immer. Dabei steckt in ihnen alles, was eine gute Tour ausmacht – nur in einer freundlicheren Skalierung.

Drei Regionen stehen exemplarisch für drei Charaktere des Mittelgebirgs-Wanderns: das Rothaargebirge im Westen, der Harz in der Mitte und der Bayerische Wald im Südosten. Jede davon hat eine eigene Tour, die das Wesen der Region in etwa fünf bis sieben Stunden zeigt.

Rothaargebirge: der weite Atem

Auf dem Rothaarsteig zwischen Lennestadt und Schmallenberg geht es weniger um spektakuläre Gipfel als um die Tiefe der Wälder. Buche dominiert, an einzelnen Hängen Tanne. Die Etappe von Rüspe nach Latrop misst rund 17 Kilometer mit etwa 450 Höhenmetern; ein einigermaßen konditionierter Wanderer ist nach sechs Stunden am Ziel, mit reichlich Pufferzeit für Pausen unter Buchenkronen.

Verpflegungspunkte gibt es entlang der Route nur sporadisch – wer einen festen Mittagsplan braucht, sollte einen Rücksacksnack einplanen. Belohnt wird man durch eine fast skandinavische Stille im Wäldermassiv.

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Harz: das Profil mit Geschichte

Wer im Harz eine Tour sucht, die das Mittelgebirge in seiner traditionellen Form zeigt, ist auf dem Heinrich-Heine-Weg von Ilsenburg zum Brocken gut aufgehoben. Knapp 11 Kilometer, etwa 900 Höhenmeter, in der Summe vier bis fünf Stunden Gehzeit. Der Weg ist gut markiert, die letzten zwei Kilometer steil und steinig.

Der Brockengipfel selbst ist im Sommer touristisch überlaufen; wer den Heinrich-Heine-Weg früh startet und vor zehn Uhr oben ankommt, hat den Gipfel noch für sich. Für den Rückweg empfiehlt sich der Goetheweg, der weniger steil verläuft und länger durch Hochmoor und Fichtenschonungen führt.

Bayerischer Wald: das alpine Echo

Im Bayerischen Wald rückt das Wandern näher an alpine Verhältnisse heran, ohne sie zu erreichen. Eine empfehlenswerte Tagesetappe führt vom Lusen-Parkplatz Waldhaus über die Teplá-Schachten zum Lusen-Gipfel und zurück – rund 14 Kilometer, 650 Höhenmeter, fünf bis sechs Stunden inklusive Gipfelpause.

Charakteristisch sind die Blöcke aus Granit, die den Gipfelbereich des Lusen formen. Wer Trittsicherheit besitzt, geht direkt über das Blockmeer; weniger geübte Wanderer wählen den Umgehungsweg auf der Nordseite.

„Die Mittelgebirge fordern einen nicht heraus, sich zu beweisen. Sie laden ein, sich zu erden.“

Allgemeine Hinweise

  • Festes Schuhwerk mit Profil; in den genannten Routen reichen knöchelhohe Trekkingschuhe.
  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person, im Sommer 2 Liter.
  • Wetterumschwung einplanen – Mittelgebirge sind nicht das Hochgebirge, aber das Wetter kann auch hier in 20 Minuten kippen.
  • Aktuelle Karte oder GPX-Datei mitführen, Funknetzversorgung ist in den Wäldern unzuverlässig.

Wer die drei Touren in dieser Reihenfolge geht, lernt drei deutsche Wander-Charaktere kennen – und versteht, warum die Mittelgebirge im Schatten der Alpen völlig zu Unrecht stehen.